Petra Binder · Dipl.-Betriebswirtin (FH) · Heilpraktikerin für Psychotherapie · Birkenweg 6/1 · 72644 Oberboihingen · Tel +49 7022 960362 · info@heilkundliche-psychotherapie-binder.de

Therapie –
Praxis für heilkundliche Psychotherapie

Verhaltenstherapie

Petra Binder - Oberboihingen bei Nürtingen - Praxis für heilkundliche Psychotherapie

Die Verhaltenstherapie (VT) ist eine, auf empirischer Psychologie basierende Grundorientierung der Psychotherapie, sie zeichnet sich vor allem durch ein hohes Maß an Transparenz dem Klienten gegenüber aus. Sie ist eine wissenschaftlich überprüfte Therapiemethode deren Wirksamkeit in zahlreichen klinischen Studien durch effektive Änderungen im Verhalten und Erleben nachgewiesen werden konnte.  Die Therapieziele werden aus einer Störungsdiagnostik und individueller Problemanalyse mit dem Patienten gemeinsam erarbeitet bzw. abgeleitet und auf den verschiedenen Ebenen des Verhaltens und Erlebens konkret operationalisiert.  Dabei stehen neben den auslösenden Bedingungen vor allem aufrechterhaltende Bedingungen im Vordergrund, an denen mit Hilfe von gemeinsam vereinbarten und überprüfbaren Therapiezielen ein Veränderungskonzept erarbeitet wird.  

Die VT bemüht sich um Transparenz, ist stark handlungs- und erlebnisorientiert. Die VT soll in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe sein und bleiben und dem Klienten einerseits anhand von Informationsmaterial, Beispielen und Selbstbeobachtungsprotokollen psychoedukativ zum Experten seiner selbst machen und andererseits mit Hilfe verschiedener, erprobter therapeutischer Methoden den Klienten dabei unterstützen, eigenverantwortlich und selbstbestimmt seine Ziele zu verfolgen.

 

In der modernen kognitiven Verhaltenstherapie wird neben den Gedanken und Gefühlen zunehmend mit den Imaginationen der Klienten gearbeitet.

Unter Imagination versteht man hierbei die Fähigkeit, bei wachem Bewusststein innere Bilder zu erinnern oder zu entwickeln. Diese inneren Bilder sind all die Vorstellungen, die der Mensch in sich trägt und sein Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Sie können uns krank machen oder stärken.

Die Fähigkeit zur Imagination ist eine Form des Lernens, die dem Menschen lebenslang zur Verfügung steht und von jedem erlernt werden kann. Damit bietet die Verhaltenstherapie einen weiteren wesentlichen Schritt den Klienten in seinem selbstbestimmten Handeln zu unterstützen.



Folgende Therapiebausteine stehen in der Verhaltenstherapie zur Verfügung:

  • Entspannungsverfahren
  • Genusstraining
  • Reizkonfrontation mit Reaktionsmanagement
  • Vermittlung emotionaler Bewältigungsstrategien
  • Bearbeitung dysfunktionaler Denkmuster und Bewertungsschemata
  • Imaginationsverfahren
  • Training sozialer Kompetenz
  • Stressbewältigung
  • Psychoedukation
  • Selbstkontrolltechniken
  • Problemlösetraining
  • Rückfallprophylaxe

Hypnotherapie

Die moderne Hypnotherapie basiert auf der Methode von Milton H.Erickson und ist seit 2006 eine wissenschaftlich

anerkannte Therapieform.

In den vertieften Ruhezustand hinein werden verschiedene Anregungen gegeben, die jene Ebene im Unbewussten ansprechen, die gesunde Wirkung auf den Organismus ausüben, um diese Wirkung zu fördern.

Benutzt werden dabei unter anderem Metaphern, Sprachbilder, Analogien und Wortspiele, um bei dem Klienten in Trance neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten für seine Probleme anzuregen. Die Kontrolle darüber, welche dieser Ideen er annimmt und wie er sie nutzt, bleibt dabei vollkommen beim Klienten.

Durch regelmäßige Anwendung werden Gefühle der Angst, der Wut und der Trauer in zweifacher Art verarbeitet: Zum einen distanzieren wir uns in tiefer Entsapnnung von dem, was diese Gefühle auslöst, indem sich die

Aufmerksamkeit davon löst. Dadurch wird die körperliche Anspannung erheblich vermindert. Zum anderen werden die Gefühle und ihre Ursachen leichter verarbeitet. Beides bewirkt, dass diese Gefühle nicht mehr den starken Einfluss auf unsere Organe haben, der uns ansonsten psychosomatisch krank werden lässt. Der Stress, der von innen kommt, wird auf diese Weise deutlich verringert.

Die meisten Menschen sind in der Lage, durch Hypnose in einen Trancezustand zu gelangen. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, eine bildhafte Vorstellung zu aktivieren und sich auf eine vertrauensvolle Beziehung zu dem behandelnden Hypnotherapeuten einzulassen.

In der Trance behalten Menschen die Kontrolle über sich und können, wenn sie wollen, den hypnotischen Prozess

jederzeit unterbrechen oder beenden.

Viele Patienten vergleichen das Erleben einer Trance mit dem angenehmen Zustand kurz vor dem Einschlafen, wenn man eher in Bildern denkt und der Körper zur Ruhe kommt.

Mental erlebt der Patient in Trance intensive Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Lebensmut, Kraft, Sicherheit oder Beruhigung. Das rationale Denken tritt in den Hintergrund, während eine bildhafte Informationsverarbeitung einsetzt und Vorstellungen auf allen Sinneskanälen aktiviert werden. Die Aufmerksamkeit wird auf das innere Erleben gerichtet, während die Wahrnehmung der Außenwelt eher in den Hintergrund tritt.


Gesprächspsychotherapie

Die Gesprächspsychotherapie (GPT) nach C. Rogers ist eine um 1940 entwickelte Form der Psychotherapie, bei der durch die positive Beziehung zum Therapeuten die Tendenz des Menschen zur persönlichen Entwicklung und die Motivation zur individuellen Selbstverwirklichung unterstützt wird. Der wichtigste Aspekt der klassischen GPT ist dabei die positive therapeutische Beziehung. Diese ist insbesondere gekennzeichnet durch Akzeptanz, Empathie und Kongruenz.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Die progressive Muskelentspannung (PMR) nach E. Jacobson ist ein um 1920 entwickeltes psychologisches Verfahren zur Beeinflussung von psychophysiologischen Anspannungszuständen. Therapieziel ist eine frühzeitige Wahrnehmung von muskulären Spannungszuständen und deren Reduktion. Systematisch werden hierzu schrittweise verschiedene Muskelgruppen miteinbezogen. Mit zunehmender Übung kommt es dabei zu einem immer tieferen Entspannungseffekt.
Das zentrale Ziel dieser wirksamen Technik ist die fortschreitende (progressive) Reduktion von Spannungszuständen und die Förderung von Erholung, Ruhe und Entspannung. Die PMR wird sowohl therapiebegleitend als auch präventiv angewendet , um emotionalen und körperlichen Stress zu reduzieren und ist für alle Altersgruppen geeignet.

Die Methode der progressiven Muskelentspannung wird bevorzugt eingesetzt bei der Behandlung von Angststörungen, arterieller Hypertonie, Kopfschmerzen, chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, sowie Stress.

 

Die Kindheit ist heute oftmals geprägt von den Einflüssen der medialen Welt . Die natürliche Entspannung, die früher wie selbstverständlich im kindlichen Spiel entstanden ist, geht verloren. Hier kann die Progressive Muskelentspannung für Kinder (ab dem 8.Lebensjahr und Jugendliche) einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung des Alltags vermitteln.